Landhaus W.
Reutlingen, Deutschland
Am Rand von Reutlingen, eingebettet in ein groĂŸzĂ¼giges, aber topografisch herausforderndes GrundstĂ¼ck, entsteht ein Ort, an dem Architektur, Natur und Blickachsen in ein neues Gleichgewicht gebracht werden. Der Neubau fĂ¼gt sich in ein lang gestrecktes, sanft ansteigendes Gelände, mit Ausblick, Atmosphäre und gestalterischer Finesse.
Die Grundidee: Räume schaffen, die die Gegebenheiten nicht verstecken, sondern bewusst inszenieren.
Im unteren Bereich des GrundstĂ¼cks formen wir drei eigenständige Gartenräume – jeder mit einer klaren Funktion, jeder mit einer eigenen Atmosphäre: • Ein Wassergarten, kĂ¼hl und ruhig, mit reflektierenden Flächen und sanften Kanten. • Ein Essplatz im Freien, eingebettet in duftende Stauden und nah an der KĂ¼che. • Und ein Bereich fĂ¼rs Feuer und fĂ¼s Miteinaer – ein Blick nach auĂŸen, Ă¼ber das GrundstĂ¼ck hinweg, ein Ort des Verweilens und Innehaltens.
Diese Räume werden von der bestehenden Bepflanzung gerahmt und begleitet, sanft unterstĂ¼tzt durch Eiben, die Struktur geben, sowie durch ein blĂ¼hendes Potpourri, das die Jahreszeiten erlebbar und sichtbar macht.
Von hier aus fĂ¼hrt der Garten nach oben, entlang der natĂ¼rlichen Linien des Geländes. Bestehende Hecken, Höhenstaffelungen und Wellen werden nicht gebrochen, sondern aufgenommen, fortgefĂ¼hrt und gestalterisch verdichtet. Das GrundstĂ¼ck wird so nicht gezähmt – sondern in Szene gesetzt.
Den Höhepunkt bildet ein Aussichtspunkt, wo frĂ¼her Rehe ästen – heute bleibt der Ort ein RĂ¼ckzugsraum, aber wird zugleich zur BĂ¼hne. Hier wird Weite spĂ¼rbar und sichtbar.
Zwischen diesen Ebenen entsteht ein neuer Treffpunkt: Eine luftig konstruierte Pergola, eingebettet zwischen Stauden und Gräsern, mit Platz fĂ¼r Familie und Freunde. Ein Ort des Zusammenkommens, ein natĂ¼rlicher Mittelpunkt – zwischen Alltagsleben und besonderem Moment.
Was dieses Projekt auszeichnet, ist nicht das groĂŸe Gelände – sondern die feinsinnige Choreografie der Räume, die aus einem schwierigen GrundstĂ¼ck einen lebendigen Landschaftsraum werden lässt.
Ein Garten wie ein Weg – mit Anfang, Mitte und Aussicht.